Die KalbhenneFreitag will ich nicht an Sonntag denken

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Freitag will ich nicht an Sonntag denken

Freitag will ich nicht an Sonntag denken
Gedichte

Mit Illustrationen von Christiane Tietjen
5 €

Mit Marlies Kalbhenn lernen wir eine Lyrikerin kennen, deren Thema 
das alltägliche Leben ist. In Kindheit und Jugend wird mit einem Schuss 
Wehmut zurückgeblendet, ohne im Nostalgischen haften zu bleiben. Die 
Jahreszeiten mit ihren Farben, Blättern und Blumen lässt sie transparent werden 
für das – begrenzte – menschliche Leben. Liebe und Partnerschaft und wie beide 
Frau und Mann beglücken und betrüben, findet in den Versen ihren Widerhall. 
Dabei wird Marlies Kalbhenn bei allem tiefen Sinn nie bloß „tiefsinnig“. Oft zieht 
sie die „Notbremse“ des Humors und der Satire – und Leserin und Leser 
können statt zu weinen mindestens auf einem Auge lächeln oder befreit auflachen. 
Mitunter aber packt sie der Spaß am Spiel mit Worten und Reimen: Ihre 
Nonsensverse beweisen, dass sie Lyrik nicht mit tierischem Ernst treibt. Der Ernst 
kommt dennoch, und zwar unentbehrlich und mahnend, zu seinem Recht, nicht 
zuletzt in ihren politischen und sozialkritischen Gedichten. Marlies Kalbhenn hat 
sich von Ausnahmen abgesehen für den (klassischen) Reim entschieden. Bis zum 
Sonett finden wir alle metrischen Formen. Aber die Rhythmen können innerhalb 
einer Strophe wechseln, so vermeidet sie Monotonie und Langeweile. So ist ein 
Gedichtband entstanden, der, im doppelten Sinn des Wortes, zum Betrachten 
einlädt. Er lädt ein, sich nicht zu schämen, „den Mond zu besingen“, ihn umarmen 
zu wollen, sich jedoch – „weil’s aber nicht kann sein“ – an irdische Objekte zu 
halten.
(Klappentext)

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